Pressemitteilung vom 12.05.2011
Knapp 110 Tonnen schweben selten durch ein Kraftwerksdach. Im Kasseler Müllheizkraftwerk am
vergangenen Donnerstagabend und Freitagmorgen, 9. und 10. Juni, aber schon. Ein 50 Tonnen schwerer
Generator, ein 9 Tonnen schweres Getriebe sowie eine ebenfalls 50 Tonnen schwere Turbine
mussten von einem Spezialkran in ein neu errichtetes Turbinengebäude durch das bei Bau offen
gehaltene Dach gehoben werden. Zweck der rund 20 Millionen Euro teuren Operation: Die alte
Turbine aus dem 1980er-Jahren wurde gegen deutlich leistungsfähigere und flexiblere Technik
ersetzt.
Bis Herbst werden noch die Bauarbeiten und die technischen Einbindung in
das Müllheizkraftwerk dauern, dann startet der Probebetrieb. Im Winter soll dann die
Produktion von Fernwärme und Strom beginnen. Entscheidender Vorteil der neuen
Kraftwerkstechnik ist Ihre Flexibilität. Bei der alten Turbine war das Verhältnis von
Fernwärme- und Stromproduktion fest aneinander gekoppelt. Die neue Turbine kann dagegen
Wärme und Strom in einem freieren Verhältnis auskoppeln. Das heißt, dass sie im Sommer,
bei geringem Wärmebedarf, mehr Strom erzeigen kann. Im Winter, wenn der Wärmebedarf
sehr hoch ist, sinkt prozentual der Stromanteil. Insgesamt ist die neue Technik spürbar
effizienter. Sie erzeugt mit der gleichen zugeführten Energie mehr Strom und Fernwärme
als ihre Vorgängerin. Turbine, Generator und Getriebe stammt von MAN aus Hamburg.
Eine
Fotostrecke zur neuen Turbine finden Sie hier auf der Webseite der HNA.
[ Zurück zum Seitenanfang ^ ]
[ Zurück zu Pressemitteilungen]