Seit dem 27.03.2006 werden im Sortierbereich der Abfallsortier- und -zerkleinerungsanlage (ASZA) in Zusammenarbeit mit der Trillhof Handelsgesellschaft mbH Abfälle sortiert. Im Rahmen eines Probeversuches sollen die Sortierfähigkeit der eingehenden Abfälle sowie die Funktionsfähigkeit der Anlage geprüft werden.
Während bislang die Aufbereitung der Abfälle für die anschließende
energetische Behandlung im Vordergrund stand, ist nach der Schließung der
Deponien für unbehandelte Abfälle die Sortierung von Abfällen ebenfalls
interessant geworden.
Bei der Sortierung werden Abfallbestandteile, die einer externen Verwertung
zugänglich sind, separiert und anschließend speziellen Verwertungswegen
zugeführt. So können z.B. die in den Abfällen befindlichen Anteile an Papier
und Pappe, Metall oder sauberen Folien stofflich verwertet werden. Die
stoffliche Verwertung dieser Abfallbestandteile ist neben der Schonung der
natürlichen Ressourcen auch wirtschaftlich vorteilhaft, denn es können dafür
Erlöse erzielt werden. Daneben können Anteile wie Holz oder gemischte
Hartkunststoffe für den Einsatz in Kraft- und Zementwerken aufbereitet werden.
Auch die Eröffnung dieser Wege vermindert die Kosten und hilft die
Abhängigkeit von Primärenergie zu vermindern. Die zurück bleibenden Anteile
werden wegen ihrer Schadstoffbelastung weiterhin im MHKW Kassel thermisch
behandelt. So erschließt die Sortierung die Basis für ein effektiveres
Stoffstrommanagement, bei dem für jede Fraktion der Abfälle der wirtschaftlich
und ökologisch vorteilhafteste Weg beschritten werden kann.
Die neue Form der Abfallvorbehandlung wird im MHKW Kassel derzeit
versuchsweise durchgeführt. Der Versuch soll klären, ob die zusätzlichen
Aufwendungen für die Vorbehandlung mit den eingangs erwähnten Vorteilen im
Einklang stehen. Sobald belegt werden kann, dass per Saldo eine entlastende
Wirkung entsteht, wird über die weitere Verfahrensweise entschieden. Bei der
Durchführung des Versuchs arbeitet die Müllheizkraftwerk Kassel GmbH mit dem
lokalen Unternehmen Trillhof GmbH zusammen. Trillhof verfügt über erprobte
Wege die separierten Anteile der Abfälle bestmöglich anderen Verwertern
zuzuführen.
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